Horst Kolter begrüßt Sie zum Rundgang

Fotorundgang

Die Ausstellung präsentiert auf zwei Etagen eine umfangreiche Sammlung historischer Druckwerkzeuge und -maschinen ab dem Jahre 1870.



Schnellpresse Bohm & Herber (1901)

Diese von Bohn & Herber in Würzburg gebaute Hochdruckschnellpresse ist ein "Handanleger", d.h. jeder Bogen wurde von Hand in die Maschine geführt. Erbaut wurde sie 1901. Sie entstammt aus der Druckerei Bührmann, Oldenburg.



Tiegeldruckmaschinen

Eine Sammlung an Tiegeldruckpressen, insgesamt 14 Exponate unterschiedlicher Hersteller und Arbeitsweisen, u. a. Handtellertiegel, Trettellertiegel, motorisch angetriebene Tiegel bis hin zum Heidelberger Tiegelautomaten. Die Sammlung ist aus vielen Druckereien Deutschlands.



Schnellpresse MAN (1927)

Bei dieser Hochdruckmaschine wurde anfangs das Papier noch von Hand angelegt, was später ein nachgerüsteter automatischer Papiereinzug verrichtete. Sie war Inventar der Drewes, Oldenburg.



Kopierrahmen und Kohlebogenlampe

Zu sehen ist die Kohlebogen-Kopierlampe mit dem darunter befindlichen Kopierrahmen. Mit diesen Teilen wurden Negativfilme auf die Druckplatte belichtet.



Und weiter geht's ein Stockwerk tiefer



Setzmaschinen

Für die maschinelle Satzherstellung nutzte man die vom Deutschen Ottmar Mergenthaler gebaute Linotype-Setzmaschine. 3 Modelle dieser Art sind zur Ansicht aufgestellt, alles Vollautomaten. Ein Halbautomat, die Typograph-Setzmaschine rundet die mechanische Satzherstellung ab.



Handsetzerei

Die Handsetzerei mit ihren Schrift und Klischeeregalen, in der Größe einer einst mittelgroßen Druckerei, beinhalten eine Fülle an Schriften, Druckstöcken (Klischees) von Galvano, bis zu den handgearbeiteten Linol-, Blei- und Holzschnitten sowie eine Vielfalt an Anschauungsmaterial.



Rundstereotypie

Rundstereotypie zum Guss von halbrunden Zeitungsdruckplatten, sog. "Stereos", die im Hochdruck-Rotationsverfahren Anwendung fanden.



Druckplatte

Handwerkszeug eines Schriftsetzers: Das Satzschiff, der Winkelhaken, die Ahle und die Pinzette. Bis zur Einführung der elektronischen Satzverarbeitung waren sie seit Gutenbergs Erfindung Bestandteil jeglicher Satzarbeit für den Schriftsetzer.



Buchbindereimaschine

Die Buchbinderei, heute die Weiterverarbeitung genannt und industrialisiert, war früher Bestandteil jeder Druckerei. Vieles was früher verwendet wurde, von der Heftlade bis zur Fadenheftmaschine, ist mit über 50 Exponaten in der Sammlung zu bestaunen.